Interview mit Sylva von ÜBERSEE

Segel sind ein Symbol der Freiheit und des Abenteuers. Auf der ganzen Welt unterwegs zu den schönsten Zielen und traumhaftesten Plätzen trotzen Sie Wind und Wetter. Doch welchen Wert hat ein Segel wenn seine Reise endet?
Diese Frage beschäftigte Sylva Zernich 2005 zum ersten Mal. “Über einen Bekannten der Skipper ist bekam ich mein erstes Segel”, so Sylva. “Anfangs hatte ich sehr romantische Vorstellungen von einem ‘Segel’: Weißes Leinen und so.” Die Realität sah anders aus: Hightech. Per Luftfracht erreichte ein 100 Quadratmeter riesiges, zerrissenes Vorsegel die Designerin in Deutschland. Was tun? Zerschneiden? ”Ich arbeitete mit der Frage, wie ich den emotionalen Wert dieses Segels, der weiten Reisen - praktisch der Welt - einfangen kann”, erklärt Sylva. Die Lösung: Biographien. Jedes verabreitete Stück ist genau einer Stelle im Segeltuch zuzuordnen und zeigt somit seinem neuen Besitzer, seine Geschichte - so entstehen individuelle Unikate.

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Die Reise endet nicht

“Für mich ist die Idee wichtig, dass die Reise des Segels nicht endet. Die Taschen sollen keine Erinnerung sein, sondern den Besitzer nun auf seinen Reisen begleiten und inspirieren: durch den Alltag, durch die Welt oder einfach zu sich selbst.” Jedes Segel steht dabei für eine eigene Kollektion. Da sich die einzelnen Segel sehr im Material unterscheiden passt Sylva die Schnitte und Modelle an das Material jedes Segels an. Die aktuelle Kollektion stammt noch aus dem 100 Quardratmeter Vorsegel, auch Genua genannt. Die ganze Geschichte des Segels und des Schiffes kann man auf der Webseite von Übersee nachlesen. Die Nummern auf den Taschen zeigen an, an welcher Stelle des Segels der Taschenstoff entnommen wurde.

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Die Taschen liegen zwischen 90 Euro für den Shopper rechts und knapp 200 Euro für den großen Seesack links. “Die jetzige Kollektion ist aus einem Aramidfaserlaminat, auch bekannt unter Kevlar, was die Eigenschaft besitzt sehr leicht zu sein”, erklärt Sylva. Auch für die nächste Kollektion aus einem noch leichteren Segelstoff, einem 250qm Spinnaker, hat sich die Mutter eines fünfjärigen Sohnes wieder eines vorgenommen - authentisch zu sein. “In letzter Zeit kommen viele individuelle und einzigartige Produkte auf den Markt. die Sparten werden kleiner, die Auswahl jedoch größer, was gut für den Kunden ist. Als Macher sollte man da authentisch bleiben.”

sylva klein.jpgNoch drei Fragen zum Abschluss:

1. Was macht für dich eine gute Tasche aus?
Sie muss handlich sein, leicht und nicht stinken, ich muss sie gerne anfassen und sie sollte alles mitmachen, ich nehme dieselbe Tasche gerne zu mehreren Anlässen…

2. Welches Reiseziel empfiehlt jemand, der sich soviel mit Reisen beschäftigt wie du?
“Beeindruckt von meinen kürzlichen Erlebnissen kann ich den Norden empfehlen, Spitsbergen oder die Löfoten, da gibt es wirklich viel zu entdecken, nur das Baden ist eine frostige Angelegenheit. Lieblingsorte gibt es überall, auch bei uns….”

3. Verrate uns doch noch deine aktuellen Lieblingsstücke!




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2 Kommentare

  1. Taschen auf der Blickfang 2009 at Taschenqueen sagte am 17. März 2009 um 15:00

    [...] wollte ich dieses Jahr natürlich wieder auf die Taschen werfen. Schmuckstücke wie Tausche, Übersee ahoi oder Park Concept kenne ich schließlich von der [...]

  2. Neues von Übersee ahoi sagte am 14. Juli 2009 um 09:07

    [...] meinem ersten Interview mit Sylva von Übersee bin ich ja bekennender Fan der Taschen aus Segeltuch. Auf der dekumo cabana gab’s ein großes [...]

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